10.01.2014  -  Borkum: Situationsbericht

K U R Z I N F O
Wieder einmal hat Jann Meeuw Borkum besucht und schildert uns seine Eindrücke vom Bahnbetrieb - diesmal auch mit dem Fokus auf die bevorstehenden Gleisbauarbeiten.

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Wieder einmal hat Jann Meeuw Borkum besucht und schildert uns seine Eindrücke:

Am 5. Januar ging die »Jahresende-Saison« auf Borkum zu Ende. Die drei Fährverbindungen und bis zu zwei Kat-Verbindungen je Richtung von und nach Emden sowie die zwei Fährverbindungen nach und von Eemshaven wurden in den vergangenen eineinhalb Wochen auf der Schiene von den beiden Neubauzügen bedient. Die Wagen 201-209 waren bespannt mit den Loks Hannover und Berlin, die Wagen 211-219 mit den Loks Aurich und Münster. Der alte Zug wurde nur drei mal benötigt: einmal mit der Emden bespannt als Verstärkung und zweimal planmässig mit der Dampflok. Die Wagenreihung hier war 57, 56, 44, 53, 104, 101, 39 und 48, also wieder beide Packwagen. Auffällig war, dass der Wagen 18 fehlte. Dieser befindet sich in der Werkstatt, er soll grundüberholt werden. Die Drehgestelle sind für den Wagen 51 verwendet worden, dessen Wagenkasten ja seit längerer Zeit auf einem Flachwagen im Schuppen gelagert worden war. Dieser Wagen 51 steht im Dünenschuppen und wartet nun nur noch auf eine neue Hauptuntersuchung und soll in der kommenden Saison den alten Zug wieder komplettieren.

Borkum. Foto: Jens Meeuw
Modifizierte Kupplung an der Lok Berlin für den Baustelleneinsatz mit den gemieteten Kippern. Foto: J. Meeuw

Die Gleiserneuerung von Gleis 1 soll nun starten. Die neuen Betonschwellen sind zwischenzeitlich schon auf der gesamten Strecke verteilt worden. Dies geschah mit den drei Flachwagen 60, 62 und 9, gezogen von der Lok Emden. Die alten Schienen werden nun demontiert werden, sie bleiben aber erhalten und werden wiederverwendet. Der Gleisunterbau allerdings wird erneuert. Der Aushub wird mit den geliehenen Kipp-Wagen abgefahren werden. Dazu ist bereits die Lok Berlin vorbereitet, die Kupplung vorne ist dazu modifiziert worden. Anschließend wird mittels der bereits erwähnten Schwellen und des noch heranzutransportierenden Schottermaterials neugebaut.

Während der Bauzeit werden die meisten Schiffsabfahrten mit dem Bus bedient werden, wozu ein weiterer Gelenkbus beschafft worden ist.

Bis zu den Osterferien will man mit den Bauarbeiten fertig sein.

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